PonySpuren

Spuren zum Pferd - für Kinder, Jugendliche & Erwachsene

 

Über mich  

Meine hauptberuflichen Qualifikationen

Staatlich geprüfte Bewegungspädagogin

Übungsleiter B – Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter

Übungsleiter B – Bewegung, Spiel und Sport für 6-12jährige Kinder

Übungsleiter B – Rehabilitationssport Orthopädie

Übungsleiter B – Rehabilitationssport Herzerkrankungen

Fachdozentin für Pilates

Fachdozentin für Aerobic

Rückenschullehrerin (KddR)


Mein reiterlicher Werdegang

Ich hatte das Glück, nicht in einer standardisierten Reitschule reiten lernen zu müssen.

Ich durfte bei einer Arbeitskollegin meines Onkels den Umgang mit dem Pferd und das Reiten erlernen. Neben Putzen, Stallarbeit und Reiten lernte ich auch die Bodenarbeit und eine Menge über das Wesen Pferd, seine Haltung und sein Verhalten.

Während dieser Zeit habe ich dank meiner damaligen Reitlehrerin in viele Reitweisen reinschnuppern dürfen: Philippe Karls Légereté, die typische englische Reitweise in Dressur und Springen, spanische Ansätze und auch bestimmte Dinge der Westernreiterei.

Ich machte schon früh den Basispass Pferdekunde und das Kleine Reitabzeichen, bis ich mich schließlich im Alter von etwa 18 Jahren aufmachte, die Westernreiterei und den Gedanken des Horsemanships genauer zu ergründen.

All diese Erfahrungen machten mich zu dem Pferdemenschen, der ich heute bin: offen für neues Wissen, ruhig und gelassen, voller Freude und Motivation, immer versucht im Sinne der Tiere zu denken und gerade deshalb manchmal sehr kritisch und hinterfragend. Jedoch stets interessiert daran, mich weiterzubilden und neues Wissen aufzusaugen...

Wie kam es zu der Idee hinter PonySpuren?

Schon früh fesselten mich zwei Leidenschaften. Da waren zum Einen die Pferde, die mich schon von früher Kindheit an in ihren Bann gezogen haben und zum Anderen war da der Sportverein, in dem ich bereits als 12jährige im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit tätig war.

Natur, Tiere und Bewegung – das war das, was mir schon immer Spaß machte.

Mit knapp 8 Jahren fing ich das Reiten an, bei einer Arbeitskollegin meines Onkels, quasi nebenbei. Ich lernte Arino kennen, einen fuchsfarbenen Araber-Reitpony-Wallach,  der damals bereits junge 18 Jahre alt war. Ein verrücktes Pony, das mir so manches Mal mit seiner temperamentvollen, frechen Art Angst machte, aber mich mindestens ebenso oft einen Riesen-Schritt weiter brachte und voller Verantwortungsbewusstsein auf mich aufpasste. Er  ist  37 Jahre alt geworden; Zuletzt etwas staksig und eher grau als braun, tobte er mit seinen drei jüngeren Warmblut-Frauen über die Weiden meiner damaligen Reitlehrerin und beschimpfte mich laut grummelnd jeden Morgen, wenn ich ihm zu spät sein Frühstück brachte- bis er Ende Juni 2015 leider verstarb. Lebe wohl mein Herzenspferd…

Während meiner Kindheit und meiner Jugend lernte ich aber viele Pferde, Ponys und diverse Reitrichtungen kennen. Von allem habe ich mir etwas mitgenommen, habe Schlechtes durchs Sieb fallen lassen, während ich das Gute aus jeder Reitweise in mir aufgesogen und verinnerlicht habe.

Ich bin dankbar, dass meine Eltern mich damals nicht in eine typische Reitschule gesteckt haben, sondern es mir ermöglicht haben, individuell Reiten zu lernen und vor allem auch all das Drumherum kennen zu lernen.

So kam es dann, dass ich noch vor meinem 16. Geburtstag die Aufgabe erhielt Ponys auszubilden und auf ihr Leben als Reitgefährten vorzubereiten.

Da war zunächst Peppino, ein frecher Classic-Pony-Wallach, der mir und meiner Schwester – die ihn reiten musste, weil sie kleiner war als ich - des öfteren zeigte, wo der Hammer hängt. Doch wir blieben tapfer und geduldig bei der Sache, heute trägt er zuverlässig auf dem Hof seiner Besitzer kleine Reitanfänger durch die Wälder.

Ein paar Jahre später folgte Balu, ein kleiner Shetty-Wallach, der es uns allerdings wesentlich einfacher machte.

Doch es sollte nicht bei Shetty-Größen bleiben. Es folgte Drago, ein Reitpony-Wallach, den ich gemeinsam mit meiner Reitlehrerin für eine Bekannte einreiten sollte und Moreno, eins meiner Herzenspferde.

Als ich Moreno das erste Mal traf, war er noch ein Hengst, Lewitzer, gute drei Jahre alt, welcher nichts besseres zu tun hatte, als mich mitsamt einer Hengstkette über den Matschpaddock zu schleifen, nur weil er vor seinem Kumpel da sein wollte.

So begann unsere Beziehung, doch liebte ich ihn direkt. Es dauerte ein paar Wochen, bis er bei uns in den Stall zog, inzwischen gelegt.

Ich begann mit ihm am Boden zu arbeiten, Grundprinzipien des Miteinanders zu erarbeiten und schließlich gemeinsam mit meiner Reitlehrerin ihn auf das Reiten vorzubereiten.

Auch Moreno ist heute - inzwischen schon im besten Pferdealter – ein liebes, wenn auch sehr eigensinniges Pony, das seine Reiter durch die Gegend trägt.

Während dieser Zeiten ging ich auf das Gymnasium, machte ein eher durchschnittliches Abitur und beschloss nicht studieren zu gehen. Wollte ich als Kind doch erst Reitlehrerin und dann Tanzlehrerin werden, so war mein Berufswunsch mit 17 zunächst nicht klar definiert, jedoch wusste ich, dass ich keine Lust auf Büro und viel Rumsitzen hatte, sondern viel mit Menschen zu tun haben und praktisch arbeiten wollte.

In der 13. Klasse dann bewarb ich mich auf Anraten meiner Großkusine an einem Berufskolleg für die Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin und wurde prompt angenommen. So begann im Sommer 2008 meine Ausbildung, während der ich viele Zusatzqualifikationen im Bereich Körper, Bewegung, Sport, Rehabilitation & Prävention erlangte. Zudem war Pädagogik ein großer Bestandteil der Ausbildung, welche mich auch befähigte im Bereich Kindergarten und Schule zu arbeiten.

Mit Examen 2011 bewarb ich mich an einem Gymnasium, an dem ich zwei Jahre lang mit einer halben Stelle Sport unterrichtete und für den Pausensport zuständig war.

Nebenbei gab ich in einem Gesundheitszentrum Kurse im Bereich Prävention und Rehabilitation.

Anfang 2014 dann wechselte ich mit einer vollen Stelle an eine Realschule in der ich zunächst ein Halbjahr ebenfalls Sport unterrichtete und dann die Leitung des Ganztagsbereichs übernahm, bis ich im Juni 2017 begann an einer Hagener Grundschule als Sportlehrerin zu arbeiten.

Ein toller Job, der sich perfekt mit PonySpuren vereinbaren lässt! Seit 2017 biete ich auch in Kooperation mit Grundschulen Reitprojekte für Drittklässler an - ein Projekt, das uns alle sehr bereichert.

Nebenbei laufen im Nachmittagsbereich weiterhin meine Gruppen im Sportverein, die sich inzwischen vom Allgemeinen Kinderturnen auf Eltern-Kind-Turnen, Vorschulkinderturnen, eine Altherren-Gruppe und einen Pilates-Kurs ausgeweitet haben. Die beiden letzten Gruppen habe ich jedoch Ende 2017 abgegeben, da die späten Uhrzeiten mit der Stallarbeit nicht mehr vereinbar waren.

Jedoch kann ich so ganz klar sagen, dass ich vom Kleinkind bis zum hohen Alter mit allen Altersklassen und –gruppen zu tun hatte und habe.

Mein Schwerpunkt liegt allerdings nach wie vor auf der Kinder- und Jugendarbeit, für die ich im Laufe der letzten Jahre weitere Ausbildungen gemacht habe.

Helfen tut mir hierbei im Bereich Reiten mein Quarter-Wallach Jac, den ich mir unmittelbar mit Anstellung am Gymnasium gekauft habe. Mein erstes eigenes Pferd… Mein erstes eigenes Pferd sollte ein Verlasspferd sein, mir aber immer wieder Aufgaben stellen. Es sollte braunes Fell mit schwarzem Langhaar haben... Genau dieses Pferd habe ich damals bekommen.

Jac war sechs, kannte zwar longieren und einen Sattel auf dem Rücken, aber angeritten war er nicht. So haben wir uns ein gutes Dreivierteljahr damit beschäftigt zu klären, wer bei uns eigentlich das Sagen hat. Ein richtiger Frechdachs war er, hat mich ständig über Paddock und Platz gezogen und meine Geduld immer wieder auf die Probe gestellt.

Aber wir sind uns einig geworden, er hat seine Eigenheiten, doch kann ich meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Kinder ihn alleine von der Wiese holen können und er stets darauf bedacht ist, so vorsichtig wie möglich mit ihnen umzugehen. Heute ist er mein bester Freund…

Mit ihm begann auch die Tätigkeit als (Kinder-)Reitlehrerin.

Kinder von Bekannten kamen zu uns um reiten zu lernen, Jac machte und macht das großartig, stellt auch ihnen immer wieder Aufgaben, bringt sie aber dadurch Woche für Woche einen großen Schritt weiter.

Durch ihn, und auch meine Ponys und anderen Tiere wie Hunde, Meerschweine und Kaninchen, vergrößerte sich mein Wunsch, beruflich mit Kindern, Jugendlichen und allerlei Tieren zu arbeiten und ich begann auch an anderen Ställen Reitunterricht zu geben.


Und so nahm alles seinen Lauf…